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Transparente Beratung

Das Ehrenamt

Ehrenamtliches Engagement ist ein zentraler Baustein der deutschen Krisen- und Gefahrenabwehr und ergänzt die staatlichen Strukturen im Bevölkerungsschutz. Wer sich einbringt, stärkt nicht nur seine Gemeinschaft, sondern erwirbt auch wertvolle praktische Fähigkeiten, die im Alltag und in echten Notlagen helfen können.

DRK und Johanniter

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Johanniter-Unfall-Hilfe bieten ein breites Spektrum an Möglichkeiten, sich ehrenamtlich einzubringen. Typische Einsatzfelder sind Sanitätsdienste bei Veranstaltungen, Katastrophenschutz-Einheiten, Rettungshundestaffeln, Betreuungsdienste für Evakuierte, Logistik sowie die Unterstützung in Pflege- und Sozialprojekten.

Wer mitmachen möchte, kann sich in der nächstgelegenen Ortsgruppe melden, erhält eine strukturierte Ausbildung in Erster Hilfe, Sanitätsdienst oder Katastrophenschutz und wird schrittweise an Einsätze herangeführt. Ausrüstung, Schutzkleidung und Versicherung übernimmt die Organisation, während Ehrenamtliche vor allem Motivation, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit mitbringen müssen.

Freiwillige Feuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr ist in weiten Teilen Deutschlands die tragende Säule des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung. Ehrenamtliche Feuerwehrangehörige rücken bei Bränden, Verkehrsunfällen, Unwetterschäden, Hochwasserlagen oder technischen Hilfeleistungen aus und sichern damit den Schutz der Bevölkerung – auch nachts und an Wochenenden.

Der Einstieg erfolgt über den Kontakt zur örtlichen Feuerwehr, gefolgt von einer Grundausbildung, in der Brandbekämpfung, technische Hilfe und grundlegende medizinische Kenntnisse vermittelt werden. Ergänzend gibt es Spezialausbildungen, etwa für Atemschutzgeräteträger, Maschinisten, Führungskräfte oder Gefahrgut-Einsätze, sodass sich jede und jeder nach den eigenen Fähigkeiten und Interessen entwickeln kann.

Technisches Hilfswerk (THW)

Das Technische Hilfswerk ist auf technische und logistische Hilfe im In- und Ausland spezialisiert und wird fast vollständig von Ehrenamtlichen getragen. Typische Aufgaben sind Hochwasser- und Deichsicherung, Bergung und Rettung aus Trümmern, Notstromversorgung, Trinkwasseraufbereitung, Führung und Kommunikation sowie Logistik und Infrastruktur.

Auch hier beginnt der Weg in der örtlichen Dienststelle mit einer Grundausbildung, in der Werkzeuge, Geräte, Sicherheit und Teamarbeit vermittelt werden. Danach können Helferinnen und Helfer sich in Fachgruppen wie Bergung, Infrastruktur, Wasserschaden/Pumpen, Logistik oder Elektroversorgung spezialisieren und an realen Einsätzen sowie überregionalen Übungen teilnehmen.

Reservisten der Bundeswehr

Die Reservisten der Bundeswehr unterstützen die Streitkräfte und den Heimatschutz sowie bei Bedarf zivile Behörden im Rahmen der zivil-militärischen Zusammenarbeit. Mögliche Aufgaben reichen vom Heimatschutz, Objektschutz und Unterstützung bei Katastrophenlagen über Stabs- und Logistikaufgaben bis hin zu Informations- und Öffentlichkeitsarbeit.

Voraussetzung ist in der Regel eine abgeleistete Wehrdienstzeit oder eine andere militärische Vorverwendung, wobei es zunehmend auch Programme für Seiteneinsteiger gibt. Über Reservistenverbände und Kreisgruppen werden Aus- und Weiterbildungen, Schieß- und Übungsvorhaben sowie Einsätze koordiniert, bei denen die Fähigkeiten laufend aktualisiert und vertieft werden.

Weitere Möglichkeiten des Engagements

Neben den genannten Organisationen gibt es zahlreiche weitere Wege, sich im Bereich Krisenvorsorge und Zivilschutz zu engagieren. Dazu gehören andere anerkannte Hilfsorganisationen wie Malteser, ASB oder DLRG, aber auch Rettungshundestaffeln, Katastrophenschutz- und Sanitätszüge auf kommunaler Ebene, psychosoziale Notfallversorgung oder Betreuungs- und Verpflegungseinheiten.

Darüber hinaus spielen auch Nachbarschaftsinitiativen, freiwillige Einsatzgruppen von Kommunen, Bürgerfunk- und Amateurfunkgruppen sowie lokale Krisenvorsorge-Projekte eine wichtige Rolle. Wer aktiv werden möchte, kann sich bei seiner Kommune, beim örtlichen Feuerwehr- oder Hilfsorganisationsverband oder über zentrale Informationsportale zum Ehrenamt informieren und unkompliziert Kontakt aufnehmen – oft genügt ein Online-Formular oder ein kurzer Anruf, um den ersten Schritt zu machen.

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